In wenigen Schritten zur Optimierung
1. Use-Case-Spezifikation
Spezifikation des technischen Anwendungsfalls für jede Maschine / Produktionslinie
Organisatorische Anwendungsfallspezifikation und Nutzungskonzept
Klärung der IT-Integration
2. Onboarding
Technische Konfiguration der plus10-Software für bestimmte Maschinen / Produktionslinien
Einmaliges Paket inkl. aller Konfigurationsarbeiten für bestimmte Maschinen / Produktionslinien
Mitarbeiterschulungen und Go-Live-Unterstützung
Nach Implementierung
anstehender Go-live
3. SaaS-Abonnement
Jährliches Software-as-a-Service (SaaS) Abonnement pro Maschine bzw. Fertigungslinie
Inkl. Support und Softwareaktualisierungen
Du hast Fragen? Wir haben Antworten.
Und wenn Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne.
Allgemeine Fragen
plus10-Tools sind für die folgenden Geräte und Betriebssysteme verfügbar:
- Android Smartphones über Google Playstore
- iOS Smartphones oder iPods über App Store
- Apple Watch (watchOS) über App Store
- Web-Browser
Die App kann entweder auf einzelne Geräte heruntergeladen oder über ein Mobile Device Management (MDM) zentral verwaltet werden.
plus10 erfasst die Daten direkt von allen integrierten Maschinensteuerungen (SPS, NC), Robotersteuerungen (RC), etc. einer Produktionsmaschine oder von allen in einer Produktionslinie integrierten Steuerungen. Dazu nutzen wir unseren plus10 DataCollector, um die Daten in hoher Frequenz von allen beteiligten SPS, NC und/oder RC zu erfassen. Bislang können wir hochfrequente Maschinendaten mit verschiedenen herstellerspezifischen SPS-Protokollen erfassen und wir fügen kontinuierlich weitere Steuerungen hinzu. Informieren Sie sich hier über die von uns unterstützten Steuerungen oder fragen Sie uns nach der Kompatibilität zu Ihrem speziellen Steuerungstyp.
Falls Sie bereits eine leistungsfähige IT-Infrastruktur in Ihrer Fabrik installiert haben, bieten wir auch die Anbindung an Ihre Middleware an.
Grundsätzlich erfasst und verarbeitet plus10 alle Daten der Maschinensteuerung (SPS) der Produktionsmaschinen oder der Produktionslinie in hoher Frequenz. Die hohe Abtastrate (wir sprechen von Millisekunden) ist notwendig, um die Ursachen von Problemen und nicht nur deren Folgeerscheinungen zu erkennen und zuzuordnen. In einigen Fällen werden zusätzlich die RC- und NC-Daten von z.B. Handlingrobotern benötigt. Im Standardfall müssen keine zusätzlichen Sensoren oder Kameras installiert werden.
Die plus10-Software-Tools bieten bidirektionale Schnittstellen, entweder durch gemeinsame Nutzung einer Datenbank oder durch native Protokolle zu benachbarten IT-Systemen. Wir können z.B. kontinuierlich berechnete KPIs zur Leistung und zu den Ursachen austauschen und Ihre Planungs-, Ist- und Soll-Zahlen in Echtzeit und objektiv aktualisieren. Ihre Produktionsplanung und -steuerung wird durch das Feedback von Darwin, Hopper und Shannon® deutlich präziser.
Wir unterstützen derzeit verschiedene SPS/NC-Typen. Informieren Sie sich hier über die von uns unterstützten Steuerungen oder fragen Sie uns nach der Kompatibilität zu Ihrem MES-/ERP-System.
Nein, das ist kein Problem. Sie finden hier alle Maschinensteuerungen, die derzeit kompatibel sind.
Ihre SPS sind noch nicht aufgeführt? Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, um mit unserer Softwareentwicklung die Einführung von neuen Schnittstellen zu klären.
Die plus10-Kosten sind in zwei Pakete unterteilt: das einmalige Onboarding, das die Erstinstallation, die Konfiguration und den Go-Live umfasst. Danach gibt es eine jährliche Lizenzgebühr für unsere Software-Services. Die Jahreslizenz beinhaltet Updates und Standardsupport. Beides ist abhängig von der Anzahl und Art der integrierten Maschinensteuerungen und der Komplexität der Produktionsmaschinen bzw. der Produktionslinie.
Unsere jährliche Lizenzgebühr beinhaltet Standard-Support und Software-Updates auf die neueste Version des/der bestellten Software-Service(s). Mit einer plus10 Softwarelizenz von Darwin, Hopper oder Shannon® garantieren wir Ihnen also die neueste, effizienteste und benutzerfreundlichste Version unserer Optimierungssoftware. Dabei betreuen wir weltweit Produktionsanlagen, in denen unsere Software-Tools installiert sind. Für individuellen Support rechnen wir stundenbasiert ab.
Dies hängt von der Art der Maschinensteuerung (SPS) und der vorhandenen IT-Infrastruktur ab. Wenn die Konnektivität zu allen SPS besteht und Sie die Recheninfrastruktur bereitstellen (entweder als lokale virtuelle Maschine oder als dezidierter Server), kann die Installation und Konfiguration remote durchgeführt werden. In diesem Fall wird die Schulung des Bedienpersonals auf Shannon®, Hopper oder Darwin immer noch vor Ort durchgeführt, kann aber als Video-Schulung virtualisiert werden.
Alle plus10-Software-Tools dienen der Bewältigung eines hohen Komplexitätsgrads in der Produktion im Mehrschichtbetrieb.
Je nach Bedarf können Sie ein geeignetes plus10-Tool auswählen, um Ihre spezifischen Produktionsprobleme zu bewältigen:
- Shannon® hilft Ihnen bei Störungen und technischen Ausfällen und optimiert so die technische Verfügbarkeit.
- Darwin erkennt kontinuierlich Leistungsgrad-Optimierungspotenziale während des Betriebs – entweder in verketteten und automatisierten Prozessketten oder bei mindestens 6 gleichen Einzelmaschinen. Diese Maschinen oder Produktionslinien können auch in verschiedenen Werken auf der ganzen Welt stehen.
- Hopper senkt Ihre Ausschussrate in Kombination mit der Zykluszeit. Das heißt Hopper hilft, hohe Ausschussraten oder Konformitätskosten zu reduzieren und optimiert so die Qualität.
Eine lokale virtuelle Maschine für den plus10-DataCollector – Linux bevorzugt, Windows ist ebenfalls möglich:
- 8 CPU-Kerne
- 16 GB Arbeitsspeicher
- 100 GB Festplattenspeicher – ohne lokale Datenhaltung; die Vorverarbeitung erfolgt im Arbeitsspeicher, die Übertragung verschlüsselt
- Ausgehender Datenverkehr über Port 443 zum plus10-Backend
- Netzwerkzugriff gezielt auf die Adressen des Maschinennetzwerks
- Ein VPN-Zugang auf die virtuelle Maschine für Installation, Konfiguration und Support
Beim Netzwerk-Switch empfehlen wir ein Managed-Gigabit-Gerät welches von Ihrer IT konfiguriert und verwaltet wird.
Zwei Key-User-Rollen, die auch von einer Person übernommen werden können:
- Organisatorischer Key-User, in der Produktion angesiedelt: kennt die Probleme und die Menschen im Bereich, bespricht anfangs täglich und später wöchentlich die Auswertungen und verfolgt Nutzung und Nutzen.
- Technischer Key-User aus Steuerungstechnik oder elektrischer Instandhaltung: verantwortet die Konfiguration, legt neue Ereignisse an und importiert Änderungen aus fortgeschriebenen SPS-Projekten.
In der Größenordnung von ein bis zwei Personentagen. Der überwiegende Teil davon entfällt auf Abstimmungen, damit die Umsetzung Ihren internen Standards entspricht.
Ja. Wir liefern seit vielen Jahren GMP-konforme Software für die Pharma- und Medizintechnikproduktion, unter anderem für Montagelinien von Autoinjektoren und Insulinpens über mehrere Reinräume hinweg sowie für Abfüll- und Verpackungslinien.
Eine Jahreslizenz verlängert sich, solange sie nicht schriftlich gekündigt wird; die Kündigung ist bis drei Monate vor Ablauf möglich, danach läuft sie regulär aus. Ein Wechsel auf eine andere Linie innerhalb der Laufzeit ist möglich und unkompliziert – eine Kündigung setzt jedoch immer eine schriftliche Mitteilung voraus. Eine bestehende DataCollector-Lizenz können Sie in der Zwischenzeit weiter nutzen, etwa um Steuerungsimporte zu testen.
Gerade beim Hochlauf neuer Anlagen sorgen unsere Tools dafür, dass Lösungswissen schnell unter allen Schichten verteilt wird und alle voneinander lernen, während gleichzeitig technisches Feinjustieren unterstützt wird, solange das Inbetriebnahme-Team noch vor Ort ist. Je nach Anlage kommt dafür eine Kombination aus Shannon®, Darwin und/oder Hopper zum Einsatz. Aus Kundenprojekten wissen wir von einer rund 20 % kürzeren technischen Anlaufzeit bis zum Erreichen der Qualifizierungskriterien (PQ), bzw. FAT bis SAT.
Grundsätzlich für alle vollautomatisierten Produktionsanlagen oder -linien, unabhängig von der Branche – Voraussetzung ist, dass sich ein Verhaltensmodell aus den Steuerungsdaten erlernen lässt.
Sie können plus10-Tools bereits ab Werk integrieren und profitieren von schnelleren Anläufen und Übergaben, spürbarer Entlastung Ihres First-Level-Supports durch automatische Lösungsvorschläge vor Ort sowie automatischer, objektiver Dokumentation von Störungsursachen und Lösungswegen. Das Ergebnis: Ihre Anlagen laufen im Mehrschichtbetrieb produktiver und gleichmäßiger als Wettbewerbsmaschinen – ein messbares Verkaufsargument.
Je nach Rolle beim Endkunden setzen unterschiedliche Tools an: Shannon® unterstützt das Bedienpersonal bei Stopps/Störungen, Darwin hilft Ihrem Industrial Engineering, Optimierungs- bzw. Operational Excellence-Teams sowie der Instandhaltung, Engpässe und Leistungsverluste zu lokalisieren, Hopper Einrichtung und Qualitätssicherung dabei, Ausschuss zu reduzieren.
Wir verarbeiten nur die Daten, die von Ihrer Maschine kommen, entweder lokal in Ihrem Betrieb oder auf einer Cloud-basierten Infrastruktur, die in Ihrer Anwendung gehostet wird und einen verschlüsselten Datenverkehr beinhaltet. Für weitere Informationen zum Thema IT-Sicherheit und Datenschutz können Sie uns gerne kontaktieren.
Wir schließen mit allen Kunden – vom Mittelstand bis zum Großkonzern – klare Datenschutzvereinbarungen ab. Dabei bleibt das Eigentum an den Daten vollständig beim Kunden, ebenso wie die Kontrolle darüber. Schutzklassen und Datenschutzanforderungen werden im Vorfeld gemeinsam geprüft und mit bestehenden internen Richtlinien abgeglichen, um sicherzustellen, dass unsere Schutzmechanismen gleichwertig oder höher sind.
Die plus10-Software-Tools sind flexibel in Bezug auf die IT-Infrastruktur. Die Datenerfassung und Vorverarbeitung läuft kontinuierlich lokal, z.B. auf einem Industrial Edge Device oder einer virtuellen Maschine innerhalb des Maschinensteuerungsnetzwerks. Für den nächsten Verarbeitungsschritt passt sich plus10 an Ihre bevorzugte Lösung an: Wir können eine Cloud-Umgebung für unsere Software-Tools anbieten oder sie werden auf einer virtuellen Maschine on-premises in Ihrem bestehenden werksinternen Rechenzentrum ausgeführt. Beides ist möglich und wir haben Erfahrung mit beiden Optionen.
Nein. Die Anbindung erfolgt über Ethernet und eine von Ihrer IT bereitgestellte virtuelle Maschine. In der Firewall werden gezielt die IP-Adressen der jeweiligen Maschinensteuerungen über ein definiertes Kommunikationsprotokoll freigegeben. Aus Sicht der IT-Sicherheit lässt sich der Zugriff damit sehr präzise eingrenzen. Initial wird jemand benötigt, der die virtuelle Maschine bereitstellt und die Firewallregeln einträgt.
Ja. In diesem Fall laufen beide Komponenten lokal: der maschinennahe DataCollector – zum Beispiel auf einem Industrial-Edge-Gerät – für Kommunikation, Vorverarbeitung und Verschlüsselung, sowie das Backend in Ihrem eigenen Rechenzentrum. Es verlassen dann keine Daten Ihre IT-Infrastruktur.
Über die Anbindung an Ihre Unternehmens-Benutzerverzeichnisse z.B. per LDAP oder MS365-SSO, statt über separate Zugänge und Passwörter. Das erhöht die IT-Sicherheit, vermeidet doppelte Benutzerverwaltung und wird von IT-Security-Abteilungen in der Regel ohnehin gefordert.
Die Anforderungen an IT-Zugriffe werden im Rahmen der Standard-IT-Dokumentation im Detail besprochen. Dabei können auch optionale Aspekte berücksichtigt werden, wie z. B. die Integration eines Single-Sign-on (SSO) zur benutzerfreundlichen und sicheren User-Authentifizierung oder individuelle Vorgaben zur Speicherdauer von Daten (Retention Policies). Diese Punkte werden gemeinsam mit der IT-Abteilung des Kunden abgestimmt und dokumentiert.
Fragen zu Shannon®
Alle plus10-Software-Tools können nur auf vollautomatisierten Produktionsmaschinen oder Produktions-/Montagelinien eingesetzt werden, da ein automatischer Dateninput aus jedem Prozessschritt erforderlich ist. Das Bedienpersonal übernimmt in der Regel logistische und unterstützende Aufgaben wie das Befüllen oder die Entnahme von Material sowie statistische Prozesskontrollen und die Fehlersuche im Falle von Problemen.
Das Wissen und die Erfahrungen der Mitarbeitenden aus Instandhaltung, Bedienung und Prozesstechnik werden situativ “on-the-fly” über Smartphone/Smartwatch/Tablet gesammelt, um ihr Expertenwissen als neue Lösungen für dedizierte Probleme zu verknüpfen. Auf diese Weise können Lösungen vorgeschlagen werden, wenn die entsprechende Ursache auftritt. Das Bedienpersonal kann über das Smartphone oder die Smartwatch Texte, Bilder mit Markierungen oder kurze Videos zur Lösung hinzufügen.
Ja. Lediglich beim allerersten Verbindungsaufbau achten wir darauf, dass in diesem Moment auf keiner Steuerung Betrieb läuft – also während einer Pause, eines ungeplanten Stopps oder am Wochenende. Rund eine Minute Stillstand genügt.
Nein. Es wird keine Software auf der Anlage installiert und es werden keine SPS- oder HMI-Projekte verändert. Shannon® überwacht ausschließlich die ohnehin vorhandenen Bausteine im SPS- und HMI-Projekt, die in der Regel bei der elektrischen Instandhaltung vorliegen. Es sind also keine Programmierleistungen des Anlagenbauers erforderlich.
Nicht an der absoluten OEE oder Verfügbarkeit, sondern am Unterschied zwischen den Schichten als Streuungsmaß – das ist der am besten messbare Hebel. Ergänzend eignet sich die relative Veränderung der mittleren Wiederherstellungszeit (MTTR). In einem Pilotprojekt mit bewusst schmaler Datenbasis lag die MTTR im Vorher-Nachher-Vergleich rund dreizehn Prozent niedriger. Wir weisen bewusst relative Veränderungen aus und versprechen keine absoluten OEE-Steigerungen.
Die Systeme ergänzen sich. Klassische OEE-Werkzeuge sind für Kurzstopps unterhalb einer Minute – bei manchen Linien unterhalb von zwei Minuten – blind. Genau diese Kurzstopps, etwa wenn ein Roboter zweimal anfahren muss, um ein Teil zu greifen, erzeugen Leertakte und Zykluszeitschwankungen. Shannon® macht sie sichtbar und zuordnenbar. Ein weiterer Effekt: Störgründe und Lösungen werden automatisch dokumentiert, statt sie je Stillstand manuell über Auswahllisten oder Freitextfelder zu erfassen.
Die Lizenzierung erfolgt als Jahresabonnement je angeschlossener Steuerung, also je SPS beziehungsweise je Endpunkt. Der Preis richtet sich nach Anzahl und Typen der angebundenen Steuerungen. Enthalten sind eine definierte Zahl an Benutzerkonten sowie gleichzeitigen Sitzungen. Getrennt davon stehen:
- Die DataCollector-Lizenz je Maschinennetzwerk, auf der die Werkzeuglizenzen aufsetzen
- Onboarding und Konfiguration als einmalige Leistung
- Schulungen Support auf Stundenbasis, abgerechnet je Unternehmen und global gültig – ein Vertrag deckt alle Standorte und Instanzen ab
Wir bilden einmalig Ihren Programmierstandard in unserem Importer ab und schulen einen Key-User bei Ihnen, der Shannon® anschließend selbstständig konfiguriert – am einfachsten anhand einer konkreten Anlage. Sinnvoll ist dafür ein erstes gemeinsames Kundenprojekt, an dem wir die Umsetzung konkret auf Ihren Programmierstil ausrichten.
Fragen zu Darwin
Das wird häufig verwechselt, weil die Begriffe unterschiedlich belegt sind. Predictive Maintenance bezieht sich auf die technische Verfügbarkeit der Maschine – dafür sind Darwin und Shannon® die passenden Werkzeuge. Hopper ist qualitätsorientiert, also Predictive Quality. Die Entscheidung treffen wir anhand Ihrer OEE-Aufschlüsselung: Wo liegen die größten Verluste bei Ihnen heute? Bei automatisierten Montage- und Fertigungslinien ist der Einstieg über Shannon® meist der größte Hebel; maßgeblich ist aber, was Ihre Produktion im Mehrschichtbetrieb am stärksten beeinträchtigt.
Ja. Aus den erfassten Anlagendaten lassen sich Trendverläufe ableiten und auswerten, die sich in der Praxis als pragmatische Umsetzung Predictive Maintenance bewährt haben – ohne den Aufwand klassischer Zustandsüberwachungsprojekte.
Dieselben wie für Shannon®: eine lokale virtuelle Maschine für den DataCollector, ausgehender Datenverkehr über Port 443 zum plus10-Backend, gezielte Firewall-Freigaben auf die Steuerungsadressen, Benutzerverwaltung über LDAP sowie wahlweise Betrieb als Software-as-a-Service innerhalb der EU oder vollständig On-Premises.
Die hochfrequenten Rohsignale (z. B. Schrittkettensignale) werden drei Monate lang gespeichert. Damit lässt sich im plus10-SignalViewer jederzeit zu einem beliebigen Zeitpunkt der letzten drei Monate zurückspringen – etwa um eine Störung aus der letzten Nachtschicht am Folgetag im Detail nachzuvollziehen.
Fragen zu Hopper
Die maschineninterne Regelung hält im Wesentlichen das Schussgewicht konstant. Hopper reagiert darüber hinaus innerhalb der qualifizierten Parameterfenster auf Umgebungseinflüsse und Veränderungen des Rohmaterials und adressiert komplexe Fehlerbilder wie optische Defekte wie z.B. Brenner oder Schlieren, Maßhaltigkeit und Verzug oder Black Spots.
Maschinenintegrierte dynamische / lernende Funktionen stützen sich in der Regel ausschließlich auf die Steuerungsdaten der jeweiligen Maschine. Hopper nutzt nicht nur hochfrequente Maschinendaten von allen angebundenen Maschinen (nicht nur einer einzelnen), sondern zusätzlich Kontextinformationen wie Rohstoffeigenschaften der jeweiligen Charge und Umgebungsbedingungen. Dadurch ermöglicht Hopper Transfer Learning: Da die Software mit unterschiedlichen Maschinentypen und -herstellern im Spritzguss kompatibel ist, können Daten über den gesamten Maschinenpark hinweg kombiniert und verglichen werden.
Maschinenintegrierte Funktionen bei Spritzgießmaschinen beschränken sich auf den Umschaltpunkt sowie die Nachdruckphase. Hopper hingegen liefert optimierte Profile für die Plastifizier-, Einspritz- und Nachdruckphase – es wird also nicht nur der Umschaltpunkt verschoben, sondern der gesamte Prozessverlauf optimiert. Eine Empfehlung kann bis zu 70 Parameter umfassen - deutlich mehr als bei maschinenintegrierten Funktionen, die auf Gewichts- oder Volumenkonstanz von Schuss zu Schuss abzielen. Hopper achtet dabei auf minimale Prozessänderungen und vermeidet ein „Springen" innerhalb des zulässigen Prozessfensters.
Maschinenintegrierte dynamische Funktionen zielen auf ein konstantes Schussgewicht bzw. -volumen bei Schwankungen von Viskosität oder Dichte ab – beides schwer zu beherrschende Größen. Hopper optimiert die Kombination aus Zykluszeit und Ausschusswahrscheinlichkeit (Gutteil-Quote pro Stunde als Optimierungsziel), unter Berücksichtigung verschiedener Ausschussursachen wie Maßabweichungen, Oberflächenfehler, Fließlinien und mechanische Eigenschaften.
Maschinenintegrierte Funktionen greifen innerhalb des laufenden Zyklus ein. Hopper hingegen greift erst nach Abschluss des laufenden Zyklus ein, also frühestens ab dem nächsten Zyklus.
Maschinenintegrierte Funktionen vermeiden während der laufenden Produktion In-Process-Ausschuss, der durch Schwankungen des Schussgewichts entsteht.
Hopper:
- Schnellerer Werkzeugwechsel durch Vorschläge für „Schuss 1", die bereits auf die aktuelle Rohstoffcharge und Klimabedingungen abgestimmt sind – manuelles Nachjustieren entfällt
- Vermeidung von In-Process-Ausschuss auf Basis von Prozessschwankungen oder veränderten Randbedingungen (Klima/Trockner/Materialcharge)
- Compliance-Prüfung, ob Teile innerhalb validierter Parameterfenster produziert wurden
Hopper steigert die Quote an produzierten Gutteilen pro Stunde, etwa beim Elastomer- und Thermoplast-Spritzgießen sowie bei schwierig verarbeitbaren Materialen, wie z.B. bei hohen Rezyklat-Anteilen.
Hopper liefert bereits für den ersten Zyklus nach einem Werkzeug- oder Materialwechsel ("Zyklus 0") einen Parametervorschlag, der automatisch auf die aktuelle Rohstoffcharge und die Umgebungsbedingungen abgestimmt ist. Das manuelle, erfahrungsbasierte Einrichten – das je nach Material und Routine im Team heute zwischen wenigen Minuten und mehreren Stunden schwanken kann – entfällt weitgehend. Dadurch wird die Rüstzeit nicht nur verkürzt, sondern vor allem konstant und verlässlich kurz gehalten, unabhängig von der Erfahrung der jeweiligen Person.
Hopper lernt in der Regel 6–8 Wochen live auf den Daten der laufenden Anlage mit ("Silent Mode"), ohne den Prozess durch explizite Testreihen (DoE) zu stören. Ab Go-Live verbessert sich die Qualität der Vorschläge kontinuierlich weiter, da das System dauerhaft mitlernt.
Die Lizenzierung erfolgt als Jahresabonnement pro angebundener Spritzgießmaschine, inklusive der dafür nötigen Cloud-Rechenpower, Storage und Support. Getrennt davon stehen die einmalige Konfiguration, die unter anderem die Anbindung verschiedener Datenquellen beinhaltet, sowie einmalige IT-Kosten, abhängig von Ihrer bestehenden IT-Infrastruktur. Die erste Konfiguration, sowie Schulung wird gemeinsam mit einem intern ausgewählten Key-User gemacht. Alle weiteren Konfigurationen können im Standardfall von dem Key-User eigenständig durchgeführt werden.
Fragen zum DataCollector
Jetzt Kontakt aufnehmen
- Persönliche Produktvorstellung mit Live-Demo
- Erste Einschätzung Ihres Anwendungsfalls
- Hilfe bei der Berechnung Ihres ROI
